Unsere Antwort zum Thema Agrarpolitik und Insektenschutz

 

Frage der Woche vom Soester Anzeiger zum Thema "Agrarpolitik und Insektenschutz" +++ Aktueller Anlass: die anstehenden Veränderungen für die Obst- und Getreidebauern durch das von der Bundesregierung vereinbarte „Agrarpaket“ und die Tatsache, dass auch die Stadt Soest mit den 18 Ortsteilen stark von der Landwirtschaft geprägt sind. +++ Was können Sie als Stadtrat dafür tun, um die drohenden Folgen durch das Aktionsprogramm Insektenschutz für die Landwirte in der Börde abzuwenden oder zu mildern? +++ Oder stecken hinter den Sorgen der Bauernschaft, wie ein anderer Leser heute kommentiert, nur künstliche Aufregung und mangelnde Flexibilität der Landwirte, die sich lediglich um mögliche Ertragseinbußen sorgen? +++ Welchen Stellenwert genießt das Thema Landwirtschaft generell in Ihrer kommunalpolitischen Arbeit?

Soest, 19.11.2019  Unsere Einflussmöglichkeit auf die deutsche und europäische Agrarpolitik ist gleich Null. Wir setzen uns zwar gerade bei den wenigen landwirtschaftlichen Flächen, die der Stadt gehören, für die Förderung des Naturschutzes mit Blühstreifen, Insektenschutz und Feldgehölzen ein; mit Agrarpolitik hat das jedoch nichts zu tun. Für die Soester Börde sind die geplanten Gesetze wichtiger denn je – für die Landwirte „überlebens“wichtig. Wir haben mit die fruchtbarsten Äcker in ganz Deutschland vor der Haustür, und trotzdem können immer weniger Landwirte vom Nahrungsmittelanbau leben. Eine gruselige Vorstellung, wenn auch die letzten noch motivierten Bauern die Brocken hinwerfen würden, und wir künftig weniger statt mehr regionale Produkte kaufen könnten. Insektenschutz ja, aber soll das wirklich für jedes Schmarotzer-Tierchen gelten, das ins Obst will? Wir setzen auf Augenmaß und Menschenverstand aller Beteiligten.

Andrea Câmen, Fraktionsmitglied der BG-Junges Soest e.V. (919 von 920 Zeichen inkl. Leerzeichen, die uns der Soester Anzeiger als Wählergemeinschaft zur Verfügung stellt)

Unsere Antwort zum Thema alternative Energien und Windkraft

 

Frage der Woche vom Soester Anzeiger zum Thema "alternative Energien, insbesondere Windkraft" +++Nachdem 2015 in Röllingsen Windräder vorgesehen und dann nach einem Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses doch nicht gebaut wurden, tobt nun eine neue Debatte um mehr als 200 Meter hohe Windräder in der Nähe von Müllingsen. Dazu die folgenden Fragen:

Welchen Stellenwert sollen alternative Energien für die Stadt Soest haben? Wo und unter welchen Bedingungen gilt es, die entsprechenden Flächen für Windräder auszuweisen? Welche weiteren Möglichkeiten sehen Sie, die Energiewende hinzubekommen? Schließlich: Wie sieht es mit Beteiligungen der Stadt aus? Ist es an der Zeit, mehr Anteile an regenerativen Energie-Gewinnern zu halten und die "alten" Beteiligungen abzustoßen?

Soest, 12.11.2019  Alternative Energien haben einen sehr großen Stellenwert. Die Stadtwerke investieren seit Jahren viel Geld in Windparks, Windräder oder Solardächer. Das heißt, die Verlagerung der Investitionen in regenerative Energien hat schon stattgefunden und wird noch weiter gehen. In Soest werden schon bald zahlreiche PV-Anlagen auf Gewerbeimmobilien und Freiflächen entstehen. Denn im Gegensatz zu kleinen PV-Anlagen kann der Anteil alternativer Energien damit um ein Vielfaches erhöht werden. Die Windenergie dagegen bringt noch viel mehr als PV-Anlagen. Für die Energiewende hat sie daher eine hohe Bedeutung. Die Flächen für Windräder werden durch einzuhaltende größere Abstände zur Wohnbebauung immer kleiner; alternative Flächen auszuweisen dadurch immer schwieriger. Es muss uns gelingen, mit Regelungen einen Wildwuchs zu verhindern und gleichzeitig der Windkraft eine Chance zu geben, sich entwickeln zu können.

Andreas Kappelhoff, Fraktionsvorsitzender der BG-Junges Soest e.V. (911 von 920 Zeichen inkl. Leerzeichen, die uns der Soester Anzeiger als Wählergemeinschaft zur Verfügung stellt)

Unsere Antwort zum Thema ÖPNV und Anbindung der Dörfer

 Busse

Frage der Woche vom Soester Anzeiger zum Thema "ÖPNV, Umstieg vom Auto, Anbindung der Dörfer" +++ Welche Mittel gibt es, um die Menschen in den Dörfern den Umstieg auf den ÖPNV schmackhaft zu machen? +++ Welche weiteren Optionen sind denkbar? Fahrgemeinschaften? Anrufsammeltaxis? Mitfahrbänke? Oder ist es sinnvoll, die Menschen beim Kauf von Alternativen wie E-Autos finanziell zu unterstützen?

Soest, 12.11.2019 Der Klimaschutz erfordert völlig neue Mobilitätskonzepte in Soest und Umgebung. Viele Ortsteile haben nur ein bis zwei Verbindungen am Tag nach Soest. Bevor Busfahren nicht zeitlich und preislich attraktiv ist, steigt niemand vom Auto auf den Bus um. Mitfahrer-Bänke und Anruf-Sammeltaxis sind sinnvolle Ergänzungen, reichen aber allein nicht aus. Auch Bürgerbusse kommen mit Ehrenamtlern nicht überall zustande. In Großstädten entstehen viele neue Mobilitätskonzepte; doch auch der ländliche Raum bei uns braucht neue Ideen: Kleinbusse, die kostengünstig auf festen Routen fahren oder Sammellinien, die bestimmte Ortsteilgruppen regelmäßig und zügig mit der Stadt, den Gewerbegebieten sowie den Park- und Ride-Parkplätzen verbinden. Wir müssen die Mobilität in und um Soest neu denken und gleichzeitig die Finanzierung und Wirtschaftlichkeit sicherstellen – keine einfache, aber eine spannende Herausforderung.

Andreas Kappelhoff, Fraktionsvorsitzender der BG-Junges Soest e.V. (911 von 920 Zeichen inkl. Leerzeichen, die uns der Soester Anzeiger als Wählergemeinschaft zur Verfügung stellt)

Unsere Antwort zum Thema Stopp der Wallsanierung

 

Frage der Woche vom Soester Anzeiger zum Thema "Stopp der Wallsanierung" +++ In Soest werden gerade Unterschriften für einen Baustopp bei der Wall-Sanierung gesammelt. +++ Wie werden Sie mit der Forderung nach Baustopp und erneuter Debatte umgehen?+++ Wo sehen Sie (mögliche) Versäumnisse im bisherigen Verfahren? +++ Die Initiativen bemängeln unter anderem, dass allein für den breiteren Durchgang durch die Wallmauer hin zu den Rosengärten 600.000 Euro fällig werden. In der Tat: Viel Geld. Oder wie sehen Sie es?

Soest, 14.10.2019 „Erstmals wurde ein ganzheitliches Konzept für den Erhalt des Walls für die nachfolgenden Generationen auf den Weg gebracht. Es ist das wichtigste Projekt aller Zeiten in Soest. Daher wurde ein Prozess gewählt, der mehr Bürger, Spezialisten und Wünsche einbezogen hat als üblich – Verbesserungen und Korrekturen des Verfahrens inkl. Die Wall-Linden-Initiative wurde u.a. einbezogen und ein Wall-Beirat mit Fachexperten aus anderen Städten installiert. Jeder Baum wurde einzeln unter die Lupe genommen, jede Maßnahme mehrfach geprüft. Erst danach wurde entschieden und mit ersten Bau- und Pflanzmaßnahmen begonnen. Ein Stopp des Prozesses würde die Arbeit von Jahren über den Haufen werfen, Fördermittel einfrieren, uns später ein Vermögen kosten und das Nachpflanzen von Bäumen ausbremsen. Wir setzten uns für mehr Demokratie vor Ort ein, aber nicht dafür, dass wir handlungsunfähig werden und alles erneut diskutieren.“

Steffi Deitermann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der BG-Junges Soest e.V.
(920 von 920 Zeichen inkl. Leerzeichen, die uns der Soester Anzeiger als Wählergemeinschaft zur Verfügung stellt)

 

Unsere Anträgen zum Klimaschutz (Infografik)

 

 

Infografik +++ Alle Anträge unten in Kurzform +++ Die Original-Anträge stehen hier

Über uns

Seit mehr als 50 Jahren sind wir im Einsatz für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Soest - offen, unabhängig und bürgernah ist unsere Politik.

Die BG Soest e.V. wurde 1959 gegründet. Damit sind wir eine der ältesten unabhängigen Wählergemeinschaften in NRW. Seit 1969 stellen wir fast durchgängig die drittstärkste Fraktion im Soester Rat und sind somit ein fester Bestandteil der Kommunalpolitik in Soest.

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