BG lehnt Erweiterung des Einkaufszentrums Riga-Ring ab

In einem weiteren Anlauf möchte die Firma Siedler ihr bestehendes Nahversorgungszentrum "Riga-Ring" erweitern. Weil einige Nachbarn ihre Häuser und Grundstücke nicht verkaufen wollen, soll nun eine abgespeckte Variante beschlossen werden.

Dabei geht es um die Überplanung der Flächen der Haus-Nr. 1 und 3, die bereits im Eigentum der Firma sind. Mindestens zwei Anwohner sind nicht gewillt, ihr Grundstück dort aufzugeben und befürchten durch die Erweiterung des Einkaufszentrums erhebliche Beeinträchtigungen.

Durch die Erweiterung auf die Fläche des heutigen Wohnhauses Münster Weg 1 und weiter bis zur Grundstücksgrenze zu Haus Nr. 5 würden die am Münster Weg verbleibenden Anwohner, aber auch alle in der Umgebung wohnenden stark beeinträchtigt, auch wenn der Verkehr nicht in den Münster Weg einfährt. Die Siedlung ist schon jetzt eine Enklave, die nur durch diese eine Zufahrt erreichbar ist.

Mehr Verkaufsfläche ist immer gepaart mit dem Wunsch, mehr Kundenzulauf zu generieren. Diese Kunden werden zum überwiegenden Teil mit dem Auto kommen, was die jetzt schon angespannte Verkehrssituation Opmünder Weg/Münster Weg/Riga-Ring noch verschärfen wird. Damit ist jetzt schon absehbar, dass besonders in Spitzenzeiten der Kollaps programmiert ist. Wenn dann noch die Tankstelle ihre "gelb-blaue" Stunde mit Tiefpreisen abhält, ist zu befürchten, dass der Verkehr auf dem Riga-Ring und auf dem Opmünder Weg zum Erliegen kommt. Bereits heute attestieren die Verkehrsgutachter dem Knotenpunkt eine mangelhafte Qualität. Eine Lösung für das Verkehrsproblem wird jedoch nicht aufgezeigt. Stattdessen schlagen die Gutachter vor, erst einmal die Bebauung umzusetzen und dann zu schauen, wie man eventuell durch eine andere Ampelschaltung etwas verbessern kann.

Vergessen wir dabei auch nicht, dass Kuchenmeister seinen ersten Bauabschnitt bald fertig gestellt hat und dann der Zubringerverkehr über den Danziger Ring beginnt. Der Opmünder Weg ist bereits jetzt für diese Verkehre nicht ausgelegt. Es gibt in diesem Bereich keinen ordentlichen Fußgängerweg und auch keinen Radweg. Gerade morgens und abends, in der Rushhour, läuft sehr viel Verkehr aus und zum Industriegebiet Süd-Ost über diese Strecke.

 

Michael Gröschler, Ratsmitglied der BG

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